Monatsarchiv für Juni 2012
Kinderspiel
Freitag, den 29. Juni 2012Post
Donnerstag, den 28. Juni 2012der Gestreifte
Mittwoch, den 27. Juni 2012geliebte Mitte
Mittwoch, den 27. Juni 2012„Jeder geliebte Gegenstand ist der Mittelpunkt eines Paradieses.“ *
Mit dessen Entzug geht ein ganzes Paradies verloren. Ja, es kann dann zum Purgatorium, zur Hölle werden. Dem Jona erblüht auf dem Hügel vor Ninive, wo er Stellung bezogen hat, ein Paradies, als ihm zu Häupten die Wunderpflanze, das Gewächs Kikayon emporrankt.
Es wurde im alles zur Hölle, nachdem Gott über Nacht einen Schädling schickt, so dass dieser Freudenquell und Schattenspender am anderen Tage verdorrt war.
Vielleicht ist jedes Paradies von einem realen und imaginierten Zentrum her.
Es reizt zur Liebe und weckt Begehren, ohne davon wirklich einholbar zu sein.
Das gilt bestimmt für den Baum der Erkenntnis, jene paradiesische Mitte.
Sie entglitt, ist in ein unaufhörliches Schweben oder Entgleiten geraten.
Wessen war dieser erste ‘geliebte Gegenstand’?
Weshalb wurde er entzogen und gleich danach der Baum des Lebens mit ihm?
Wahrhaftig begründet die Klage: „Wie eng ist das Tor und wie bedrängt der Weg, der ins Leben führt.“ Die wenigsten finden ihn, es wird nur ganz selten gelebt.**
*) Novalis, Blütenstaub, Fragment 50/51
*) Matthäus 7, 14
Motorik
Dienstag, den 26. Juni 2012Wetterwarnung
Montag, den 25. Juni 2012done
Sonntag, den 24. Juni 2012Regel
Samstag, den 23. Juni 2012Aus Wundern keine Regeln ableiten. Das Entzücken, das überraschende Erscheinungen und Vorkommnisse stiften, erzeugt einen Überschwang, der dazu verführt. Regeln schmälern das Wunder unaufhaltsam. Zuletzt bringen sie es ganz zum Verschwinden. Dann stehen Regeln und Sätze als vorgebliche Naturgesetze herum und sind eigentlich nur dazu geeignet, Zahlenkolonnen zu formieren, Apparate zu bedienen. Das Wunder, auf das sie zurückgehen, ist ein für alle Mal verscheucht. Wirkliche oder wirksame Wirklichkeit besteht aus Wundern.







