Monatsarchiv für April 2011
Kunst, ihre Voraussetzungen
Samstag, den 30. April 2011Kunst gibt es erst dadurch, dass es Kunstsinn gibt und Kunstverstand,
die einander ergänzen in einer Weise, die niemand durchschaut.
unterwegs
Freitag, den 29. April 2011wissen
Donnerstag, den 28. April 2011wissen, ohne unbedingt
besser wissen zu wollen;
das wäre gut wissen
schlecht wissen:
unbedingt (und zweifelsfrei) besser
wissen wollen.
worauf es ankommt
Donnerstag, den 28. April 2011das Land passend besprechen
achthaben, das passende Land zu besprechen –
je nachdem, was zuerst
zur Stelle ist:
das Sprechen oder das Land.
unterwegs
Mittwoch, den 27. April 2011die Sehnsucht des Fußgängers nach einer Haltestelle
Sprüche zum Sublimen
Dienstag, den 26. April 2011Ein Leben auf einer Klippe ausfüllen, mit all den darin
umherfliegenden Teilen.
Ein Augenblick kann jeder Augenblick sein, gefährlich und hilfreich zugleich.
Gegensätze berühren sich nirgends, außer an ihren Enden
- und in ihrem Beginn.
bedingtes und unbedingtes
Montag, den 25. April 2011Ein Bild, ein Tanz sind durch Hände, durch Glieder, durch Takte oder Rhythmen bedingt.
Wo wäre Unbedingtes, wenn nicht im Wunsch danach?
Ein Wunsch, der sich in jedem Bild hegen, aus jedem Anblick erwecken lässt.
Die große Kunst der Bildbeachtung, der Bildwanderungen, der Bildgespräche, in bildlicher Sprache mit den Dingen geführt, die sich in einer Landschaft zeigen, in einer Flusslandschaft, eine Tanzfläche der Regentropfen auf dem Wasserspiegel.
Diese Dinge, die der Wind verweht, machen unbedingt Eindruck. Sie hinterlassen kleine und größer werdende Wellenkreise.
In meinem Kopf landen Bahnen, sagt der Pilot im Anflug zum Kopiloten und dreht sein Profil leicht zur Seite. Wie Tastaturen fliegen die Landebahnlampen seitlich vorbei,
keine Ampeln, Flutlichtstrahler, aber durch die hohe Landegeschwindigkeit zu einer einzigen Perlstrahlenkette verdichtet.




