Monatsarchiv für Februar 2011

einander

Montag, den 28. Februar 2011

     man begegnet sich

Fette und Öle

Sonntag, den 27. Februar 2011

tierisches Fett,
sagen die Veganer
verstopft die Seele
doch schmiert’s den
Apparat
ihr Vehikel
lässt sich ja gerne fahren
lässt sich auch
gerne gehen

glücklicher Mensch

Samstag, den 26. Februar 2011

 

mit wenig Glück zufrieden

ganz simpel

Freitag, den 25. Februar 2011

Nach vielen Jahren intensiver Auseinandersetzung mit Rätseln und Raten zu der ebenso simplen wie bestürzenden Feststellung gekommen, dass der Zugang zum Phänomen Rätsel erfolgen könnte über die Mechanismen, die beim Nichtverstehen zum Zuge kommen. Dass die gängigen Mechanismen (logischen) Verstehens den Zugang eher blockieren und sperren.
Daher in aller Schärfe die Frage nach dem Rechtsmoment im Nichtverstehen, nach dem feineren Verstand der Simpel.

schon immer da …

Donnerstag, den 24. Februar 2011

und plötzlich gegenwärtig:
Rätsel sind nicht einfach, gleichsam gewohnheitsmäßig, immer schon da.
Kennzeichnend ist unvermutetes Auftreten und Eintreten, so, wie nahezu pausenlos Denkvorgänge ablaufen, aber nur hin und wieder die Erfahrung von Verstehen gemacht wird. Ein und derselbe Gedanke kann schon Dutzende von Malen durch den Kopf gegangen sein, ohne dass er verstanden worden wäre.
Ein und dieselbe Angelegenheit, ein und derselbe Gegenstand mag Dutzende von Malen zu Gesicht gekommen sein, ohne dass er sich irgendwie auffällig oder rätselhaft gezeigt hätte.
Aber auf einmal ist der Augenblick da, wo es zum Anstoß, ja zu einer Art Zusammenstoß kommt und wo in der Kollision gängiges Denken, Fühlen und Wahrnehmen aussetzt, eine Art Leere einsetzt, die dem Aha-Erlebnis, der Erleuchtung oder Eingebung Raum gibt

sachtes Erschrecken

Mittwoch, den 23. Februar 2011

Die Knüpfung des Verstehens an das Phänomen Rätsel, dass beide ohne einander im Grunde gar nicht auskommen, lässt als ein wesentliches Moment, das beiden gemeinsam ist, die Hemmung hervortreten.
Eine Denkbewegung wird durch das Rätsel aufgehalten, zum Innehalten und Innewerden gebracht.
In der jüdischen Tradition heißt es: „Niemand kann Torah – die Weisung Gottes – verstehen, ehe er darin nicht gestolpert ist.“
Damit aus Denken Verstehen wird, muss etwas Unvorhergesehenes geschehen. Das dadurch ausgelöste Überraschungsmoment unterbricht den Gang der Wahrnehmung und der Gedanken.
Es ist ein Stachel und Anreiz, ein Anflug von leichtem Schreck, eine Anwandlung von Staunen, die durch das Auftauchen oder Aufscheinen eines rätselhaften Phänomens ins Bewusstsein eingeführt werden.

Minotaur

Dienstag, den 22. Februar 2011


im Labyrinth

verlassener Strand

Montag, den 21. Februar 2011

verlassene Badegelegenheit

verpasster Moment

verfehlte Gelegenheit

Gedanken

Sonntag, den 20. Februar 2011

Gedanken seien frei – das ist oft
leicht hingesagt;
aber sie einfangen, bei einander halten,
sie sichten und lesen,
kurzum: sie denkbar
zu machen,
darauf versteht sich
niemand so leicht.

in memoriam

Samstag, den 19. Februar 2011

Selbstbild sitzend
im Andenken an die
verstorbene Mutter