Monatsarchiv für September 2010

Sonderungen und Mischungen

Donnerstag, den 30. September 2010

Bei Genialen und Verrückten liegen Scharfsinn und Schwachsinn krass neben einander, in Normalen mengen sie sich bis zur Unkenntlichkeit.

Drache Realität

Mittwoch, den 29. September 2010

Warum Drache Realität?
Weil gesellschaftliche Vorstellungen und individuelle Phantasien sich zu Realitäten winden und renken, verschränken und am Ende einander (beinah) verschlingen.
Es kommen individuellen Phantasien vor, die sich am Ende als gemeinsame Vorstellungen, ja geradezu als Vorstufen von denkbaren Realitäten entpuppen. Daneben auch gesellschaftliche Überzeugungen, in denen individuelle Phantasmen bis zur Unkenntlichkeit zusammengeflochten, eingebunden oder verknäult sind.
Die feinen Blindschleichen, Nattern und Kobras, teils zorniger, teils spaßiger Natur umranken, verflechten und durchdringen einander, bis zur Gewissheit, nahezu wirklich zu sein. Dabei meist flüchtig, eigensinnig, zart und gewandt, während der Drache der Realität gepanzert und rasselnd daherkommt.

zeigen

Dienstag, den 28. September 2010

aus der Serie:
mir ist kein Zeigen fremd
Bild 11: zur Anzeige bringen

seltsam

Montag, den 27. September 2010

man spricht von bösen Zungen,
erfährt vom bösen Blick,
aber vom bösen Ohr
hat man noch nie
gehört.

Betrachtung zum Schein

Sonntag, den 26. September 2010

lieber ein unscheinbarer Mensch als
ein nur scheinbarer Mensch oder gar
nur scheinbar
ein Mensch

im Kampf

Samstag, den 25. September 2010

im Kampf zwischen Oberirdischen und Unterirdischen
ziehen die auf der Oberfläche der Erde
am kürzeren Strang
die anderen bedienen
die Hebel

Ketchup

Freitag, den 24. September 2010

dieses Catch-up kommt
zu einer Zeit wo
sie eigentlich schon ab-
und ausgelaufen ist
rot und uferlos ausgedehnt
wie pürierte Tomaten

2 in kleiner Runde

Donnerstag, den 23. September 2010

umrunden ist klar –
aber was zum Teufel meint
überrunden?

geheime Absicht

Mittwoch, den 22. September 2010

wer nicht kommt zur rechten Zeit …

der will sehen
was übrig bleibt!

im Paradox

Dienstag, den 21. September 2010

fragmentarisch existieren, nicht einmal eine Partikel,
und trotzdem für voll genommen zu werden –
eine kluge Ergänzung und Annahme,
die offenbar erst ein erfahrener, dabei kindlich bleibender Glaube zu
leisten vermag.