im Wald
Montag, den 14. Juni 2010
Ein Wald eröffnet ungeahnte, einwärts mündende Räume. Sie erschließen einen gemeinsamen Innenraum. Mücken und Ameisen, Farne und Vögel artikulieren dort ihre eigenen Dialekte. Doch verständigen sie sich unter einander, als hätten sie den e i n e n Gesang behalten.
Draußen, da bemühen wir uns krakeelend, krächzend und stammelnd.
So geht es natürlich auch.
Aber aus irgendwelchen Frühzeiten ist in den meisten Waldstücken und Waldresten ein anhaltendes inneres Rauschen geblieben.
Es hängt zwischen den Wipfeln und rauscht.
Ein vernehmbarer, ein einvernehmlicher Anteil jener sonderbaren Gemüter, die sich jahreszeitlich zwischen den Bäumen verlieren.