Tagesarchiv für den 10. Juni 2010

Waldbodenhummeln

Donnerstag, den 10. Juni 2010

Schwarz und pelzig sind sie, ihr Hinterteil ist übergroß in Leuchtorange übersetzt, gepolstert oder gebläht.
Ihr Flug dicht über dem Boden grenzt an das Schwirren eines Hubschraubers.
Nach der Landung fangen sie an zu graben, wild und entschlossen.
Sie graben nach winzigen Hefen und Rauschpilzen, nach in der Tiefe aufgeplatzten Bucheckern.
Sie graben und buddeln, ohne dafür eigentlich ausgerüstet zu sein, anders als Grabwespen oder Holzböcke. So finden sie, umständlich genug, ihre Nahrung und führen Gänge aus mit abzweigenden Sackgassen, in denen sie ihre Brut aussetzen. Sie schachten extrem tief, ohne die geringste Entlohnung dafür zu erwarten.