Monatsarchiv für Juni 2010

e i n e s Sinnes

Mittwoch, den 30. Juni 2010

das große Verlangen nach Einmütigkeit, das durch die großen Wettkämpfe zugleich aktualisiert und auf die Probe gestellt wird.

Aussichtsturm

Dienstag, den 29. Juni 2010


per Kanal gut erreichbar

stimmen

Montag, den 28. Juni 2010

Pflanzen und Tiere haben Stimmen.
Manchmal sind sie zu hören.
Ein Stimmrecht haben sie eigentlich nicht.
Was wir von ihnen hören, sind überdies Stimmen, die von uns kommen, die wir ihnen verliehen haben.
Es sind nicht ihre Stimmen, so wenig wie die Stimmen, in denen wir uns erheben, wirklich die unseren sind.

Klugheit

Sonntag, den 27. Juni 2010

hier bin ich wieder

Sonntag, den 27. Juni 2010

unübersichtliches Gelände

Samstag, den 26. Juni 2010

man weiß vorher nicht, was nachher passiert;
man weiß nachher nicht, was vorher passiert.

Grasarbeit

Freitag, den 25. Juni 2010

Hier und Jetzt
sind Merksachen
ohne großen Orientierungswert.

Akrobatik

Donnerstag, den 24. Juni 2010

Nietzsche spielt an auf eine Verschärfung und Abstumpfung des Gewissens:
es wird immer feiner, immer ferner und dabei immer unerbittlicher.
Auf der anderen Seite stumpft es ab, wird zunehmend fühlloser, im Zuge des zivilisatorischen Prozesses desensibilisiert.
Zwei Extreme. Sie sind die Pole, zwischen denen das Seil ausgespannt ist, auf denen der Akrobat seine Künste durchführt.
An ihnen hängt sein Leben.

Die Anspielung auf die Verfeinerung und Vergröberung eines spezifisch menschlichen Organs verweist auf finale Notlagen und Krisen: beide gegenläufigen Entwicklungen führen zu unerträglichen und obendrein unverträglichen Zuständen.

Aus diesen helfen nur Balancierkünste heraus, die im Geschick von Seiltänzerinnen, Freeclimbern und Akrobaten vorgestellte, gleichsam vorschwebende Gestalt annehmen.

JE SUIS

Donnerstag, den 24. Juni 2010

ich denke wir
sind

Hochadel

Mittwoch, den 23. Juni 2010

im Berggarten, unfern der fürstlichen Grüfte, einer Königin unter fremdem Hofstaat begegnet  …