Monatsarchiv für März 2010

apokryphe Anekdote

Dienstag, den 23. März 2010

file230310a.jpgElymas, Zauberer oder Schamane, wird von Paulus mit Blindheit geschlagen. Elymas sucht das Weite, legt Flügel an, erhebt sich in die Lüfte – entschwindet beinah schon im Blau. Doch Paulus schickt eine saftige Verwünschung hinterher. Sie holt den Zauberer ein. Er stürzt über dem harten Ufer eines Baches ab und hätte auf dem Kies alle Knochen gebrochen, wäre da nicht Paula gewesen, die zufällig tätige Waschfrau. Sie versetzt geistesgegenwärtig einen  gut gehäuften Berg Wäsche unter den Herabstürzenden.

Glück im Unglück: durch Schreck und Absturz gewinnt Elymas das Augenlicht wieder. Glückliches Ende: alle umarmen sich. Paulus drückt die Augen zu. Es soll wohl so sein. Elymas und Paula werden ein Paar. Er gibt die Zauberei auf und wird reiner Schamane. Sie bleibt gute Fee auf immer und ewig.
Paulus geht wieder auf Reisen.

Agenten

Montag, den 22. März 2010

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UNDERCOVER UNTER SICH

in der Allee

Sonntag, den 21. März 2010

perspektivisch gesehen ist

mit den Nächten dazwischen 

jeder Tag einer

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Nächte verschläft man

doch man vertut sich

kein Tag ist verlebt

face to face

Samstag, den 20. März 2010

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von Mann zu Mann

trau schau

Freitag, den 19. März 2010

file190310a.jpgIn unguten Gefühlen ducken sich

als blinde Passagiere

künftige Chancen.

was feststeht

Donnerstag, den 18. März 2010

file1603kl.jpgdieses und jenes ahnt einer und keiner

aber

NIE kann man wissen

Durchblick

Mittwoch, den 17. März 2010

file170310a.jpgHalluzinationen
als die wahren Grundierungen von Wirklichkeit durchschauen

und Realitäten als gelungene Lasuren.

immer da neben

Dienstag, den 16. März 2010

Geschichte – eine Folge von Nebenwirkungen, die nur

manchmal auf eine Hauptsache oder sogar

Haupt-Ursache abzuzielen

scheint.

 

 

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überflüssig

Montag, den 15. März 2010

file1503kl.jpgIm fortwährenden Kampf gegen Überfließen, gegen Überflüssiges.

Dieses Kämpfen – es geht immer zu spät los, kommt immer zu spät an.

Das Überschwemmen kommt allem zuvor. Überschwemmungen, die, einmal ausgebrochen, nicht mehr einzudämmen sind.

Stationen und Ströme stehen bis zu den Knien in reißenden Überflüssen.

Helfende Hände von allen Seiten, Zwischenrufe, Kommandos.

Sandsäcke werden angekarrt, auf Blaupausen werden Deiche gezogen, im Netz programmiert. Doch Schleusen, die es schon lange geben sollte in dieser gefährlichen Lage, in diesem gefährdeten Land, sie funktionieren nur in den Schaubildern, die man, zur Beruhigung des Publikums, in den Pausen da und dort auf die Wand wirft.

Man wird noch Schleudersitze erfinden müssen, die Kinosessel und Autositze ersetzen und einzeln oder in Schwärmen herauskatapultieren aus dieser schrecklich überflossenen Welt.

Prophet

Sonntag, den 14. März 2010

Er läuft unterm Ölbaum bis über Offenhausen hinaus

bergauf bergab bergab bergauf

entdeckt dort Lücke

schlüpft durch den Spalt

auf anderer Seite findet er

findet sich wieder

helllichter Tag ein Gebäude

talwärts

Staustufe mittleren Grades

vier Eichentäler

dort

sie gehen aus demselben Ort und Grund auseinander

Fußpfad in jedem von ihnen

auf dem Saum lauter Minuten bis

Brackenstein das früher Drakenstein hieß

geeigneter Zwischenrastort

Prophet lagert im Gras ungemäht dieser Stätte

und kaut

kaut Blätter und mitgenommenen Halm aus der Heimat

getrocknet weil ein Prophet hat nirgendwo Heimat

Wiesen und Wälder und Landschaft verzaubert

ist plötzlich geht alles

vor seinen Augen in Seen

und Meer das platterdings da liegt

oben darüber jedoch

gewaltiges Festungswerk von Natur

mächtiges Gewittergewölk

himmlisches Bollwerk

das ballt sich

dort droben es isst und trinkt und spürt sich bestärkt

auch über Wolkengebirge zu stürmen

unser Prophet

barfuss ohne Kletterseil Haken

und Pass

überwindet beinahe alles

beinnah von selbst was

end gegen stellt

 

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