Monatsarchiv für Oktober 2009

Gefühle zeigen

Samstag, den 31. Oktober 2009

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in der Brache

Samstag, den 31. Oktober 2009

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erstens: ich hab eine gewisse Ähnlichkeit -
zweitens: mit wem?

am Himmel unterwegs

Samstag, den 31. Oktober 2009

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Warum rufen Kraniche und Wildgänse, wenn sie in Formation auf ihren Fernrouten unterwegs sind? Ist fliegen nicht schon anstrengend genug?

Vielleicht gilt ihr Rufen gewissen gewisse Orten in der Tiefe, die sie verabschieden und anderen, die sie begrüßen, sowie den funkelnden Blicken, die ein Gewässer hinter ihnen her schickt.

zwischen leben und träumen

Freitag, den 30. Oktober 2009

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Wenn es stimmt, dieses La vida es sueno, dass das Leben als ein Traum zu verstehen ist, dann ist hinsichtlich der Ähnlichkeit und Unterschiedenheit von Traumbewusstsein und Wachbewusstsein keine Klarheit zu gewinnen. Es gibt keinen neutralen Standpunkt, keinen Ort außerhalb von Träumen und Wachen, von dem aus das entscheidende Urteil gefällt werden könnte.

So bleibt es im Schlaf und in der Wachheit beim Ertasten, Erspüren und mehr oder weniger intuitiven Erraten rätselhafter Vorlagen und Vorgaben. Sie enthalten allemal Unerledigtes, das aus einer ungewissen Vergangenheit eine Brücke, einen Bogen schlägt in eine ebenso vage Zukunft. Die wachende Person steht auf dem Bogen, auf der Brücke, auf  irgendwelchen Gleis-Schwellen.

Die schlafende liegt unter der Brücke, träumt unterm Bogen, steht gegenüber und schaut.

Arroganz

Donnerstag, den 29. Oktober 2009

Seit kurzem begrüßen mich Bildschirme mit

„blind man, good to see you!“

Wie kommen die bloß dazu?

 

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Spiegelung und Reflexion

Mittwoch, den 28. Oktober 2009

Wir erkennen dich nicht wieder,

sagen die Spiegel. Doch sie reden

unaufhörlich ins Leere.

 

Auch wir können dich nicht mehr sehen,

sagen die Bäume zum Wald.

Angebot

Dienstag, den 27. Oktober 2009

img_2581-kl.jpgWege aller Art und Pfade in alle Richtungen

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der Jäger

Dienstag, den 27. Oktober 2009

Er kommt von der Jagd nach Hause, streckt die Stiefel unterm Tisch und meint, jetzt bin ich daheim.

Irrtum. Sein Stuhl ist ein Strunk, sein Schreibtisch ein umgestürzter Fels. Seine Stiefel sind Löcher im Waldboden, deren Ränder bis an die Hüften reichen. Er ist niemals daheim.

Zwei Häher kreisen mit alarmierten Stimmen über seinem Kopf. Ein einziger Windstoß hat den grünen Hut hinabgestoßen. Nun geht’s zur Jagd auf den Hut. Die Beine werden aus dem Erdloch geholt. Der Meister bläht die Backen zum Halali. Unter Getöse ab ins Revier.

 

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Leere

Montag, den 26. Oktober 2009

bild-006.jpgLeere als Voraussetzung von Bewegung.

Wo bewegst du dich momentan, in welcher Lücke?

in welcher Blase?
in welcher Kluft?

denken

Sonntag, den 25. Oktober 2009

ist unvermeidlich,

lässt sich nicht abstellen.

Versuche, dein Denken aufzuhalten –

es gelingt nicht, schlägt fehl.

Man kann mit starken Gefühlen auffahren, überlagern, mit Sinnesempfindungen zuschütten, aufputschen, Sensationen und Reize –

aber Gedankengänge hören nicht auf,

sie bringt nichts zum Erliegen.

Wenn und da
das so ist
einfach das Beste draus machen:
nachdenken,
versuchen, vorhandne Gedanken auf gute Wege zu bringen;
interessante Gedanken ausdenken, von anderen aufnehmen,
umtopfen, beschneiden, begießen,
erleben, wie alles zu blühen anfängt
und überall – auch bei den Gedankenallergikern –
gedeiht es plötzlich und
freut einen dass man
und Es
da und

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dort denkt