Monatsarchiv für April 2009

Schild und Scheibe

Dienstag, den 21. April 2009

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Der Weg durch die Wälder und Mittelgebirge ist lang. Er zieht sich. Dem Wanderer wird einsam, dem Pilger bang, der hier auf dem Jakobsweg schweift.

Dem soll die Holzscheibe abhelfen. Als Schutzschild und Zifferblatt dient sie und hilft Ängsten ab, die unausweichlich und irgendwann kommen. Orientierung vielleicht, so dass Bewusstsein sich einstellen kann wie auf dem Kompass die Nadel, anfangs noch furchtsam und zitternd, dann aber bestärkt durch Weisung, durch Richtung, von keiner Nacht und keinem Nebel verhängt.
Ein heraldisches Wesen bist du, ein Schmetterlingsengel, gezoomt und zentral fokussiert.

Ahnungslos

Montag, den 20. April 2009

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ich bin Ahnungslos und bewohne Sümpfe und Brüche

im Bruch

Montag, den 20. April 2009

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Im Bruch bricht es sich leicht.

Sich verlaufen, einsinken, weggesackt sein ist dort leichter geschehn als man denkt.

Unzählige Moorleichen, sie zeugen davon. Häufiger sind sie, häufiger als Lehmgrubenleichen, auch von Gletscherleichen nicht übertroffen.

Alle zwar halten sich lang und können Jahrtausende hinhalten. Aber am längsten halten die Leichen im Bruch, weil der nicht schmilzt, weil niemand ihn aushebt.

 

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Im Bruch quaken Frösche im Laich, von ferne ringeln die Nattern.
Es blubbert und atmet kaum hörbar. Alles ist still – und verdächtig.

Hier sind Schwade und Dunst in sepiafarbenem Frühlicht, in kontinuierlichem Dämmer zu Hause. Braunes Wasser, von Riedbüscheln durchsetzt, dazwischen Faulschlamm, den keine Hand umrührt. Leuchtgas, das in Blasen aufsteigt, wie Kohlensäure im Bier und mit hässlichem Platzen die schillernden Häute durchbricht.

Ja, so wahr wahr ist: im Bruch bricht es sich leicht, Ahnungslos gerät dort gern in die Brüche.

Mehrfachportrait

Sonntag, den 19. April 2009

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im Overall, im Profil, mit Taschenlampe

Bezalel

Samstag, den 18. April 2009

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In der jüdischen Tradition erscheint Bezalel, der Verfertiger der Stiftshütte, als Prototyp des Künstlers. Er wird ausgegeben als Enkel des Chur (oder Hur). Dieser wiederum hatte seinerzeit gegen die Herstellung des Goldenen Kalbs protestiert, war dabei in Lebensgefahr geraten oder sogar zu Tode gekommen (Shemos Rabbah 48:3).

Urahn und Enkel vertreten dieselbe Linie: der wahre „bildende“ Künstler ist ein Gegner der Idole, skeptisch gegenüber allen Formen des Bilderdienstes oder Bilderkults.

Chur und Bezalel sind Glieder in der genealogischen Kette, die von Kaleb und Miriam über David zum Messias führt.

„Bezalel“ bedeutet namentlich denjenigen, der „im Schatten Gottes“ steht, also nicht im Bilde eines Menschen, sondern im Schatten Gottes.

 

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Expertise: Sinn und Verstand

Freitag, den 17. April 2009

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Kunstsinn haben sie, die Malerinnen und Zeichner, Aktricen und Akteure in Sachen Kunst.

Aber den Kunstverstand haben vielleicht eher die anderen.
Andernfalls blieben die einen auf ihren Kunstdingen sitzen und die anderen hätten auch nichts davon.

Flugversuche

Donnerstag, den 16. April 2009

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enacting enchantment

Donnerstag, den 16. April 2009

im Begriff

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zu bezaubern

Stillleben

Donnerstag, den 16. April 2009

img_1588.jpgim beinahe luftleeren Raum,
nature morte im Vakuum.

im Luftschiff

Mittwoch, den 15. April 2009

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Fliegender Holländer im Stauwolkenraum
(südlicher Schwarzwald & Bodenseeregion)