Monatsarchiv für März 2009

unterschiedliche Wasser

Dienstag, den 31. März 2009

Wasser über der Erde, steigend und fallend

Wasser auf der Erde, fließend und stehend

Wasser unter der Erde, um Schatten, Leuchten und Spiegelbilder einzuschließen -

deswegen haben wir nur vom mittleren Wasser, dem zwischen oben und unten eine zerfließende Anschauung, einen sehr vagen Begriff, gerade mal eine zwischen den Fingern zerrinnende Handvoll.

 

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draußen auf dem Lande

Montag, den 30. März 2009

img_5192.jpg                                                       ja, isses denn schon so weit?

Bewusstsein

Montag, den 30. März 2009

Wie gut, sagen wir, unsere Tomatensuppen mit Fleischklößen löffelnd, wie beruhigend und gut, dass Bewusstsein die Partei der Menschen ergreift!

Aber zwitschern nicht auch Spatzen, Flöhe und vielleicht sogar die Haare auf unseren Köpfen, wie gut, dass Bewusstsein zu uns hält?

Die Flöhe husten es, die Viren singen und spüren es auf ihre Weise, das Bewusstsein, das alles durchdringt.

Auch wir ahnen natürlich, sind dabei aber noch stärker mit einem Merken befasst, das gleichzeitig tilgt. 

 

 

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Hinweis

Sonntag, den 29. März 2009

kalt und dunkel

jetzt, wo es wieder heller und wärmer wird:
für solche, die es weiterhin kalt und dunkel mögen oder ertragen:
the greek priest and hero Laokoon
staring Lothar Kohn, royal stuntman -

zu finden nebenan unter SEITEN, s. “Laokoonie”

schreiben

Sonntag, den 29. März 2009

Im Schreiben, wo frei geschrieben oder beschreiben versucht wird, liegt eine magische Ausrichtung vor, ein Moment des Beschwörens oder Besprechens. Vielleicht gibt es Erkrankungen, die nur so besprochen werden können.

Unsere Niederschriften konfrontieren gelegentlich schmerzhaft ekstatische Zustände mit solchen blanker oder schwarzer Ernüchterung. Es bleibt offen und zweifelhaft, auf welche Seite wir uns schlagen wollen. Also schreiben wir weiter.

Schreiben, vielleicht auch nur, um den Großen Wartesaal zu füllen, wie die amerikanische Reporterin Martha Gellhorn meinte. Wenn man wüsste, warum man schreibt, notiert Jean Rostand, dann wüsste man auch, warum man lebt. Kurz vor seinem Tode erkennt George Simenon: schreiben ist kein Beruf, sondern eine Handlung aus dem Elend.

Es könnte sein, dass das genannte Elend unter die Krankheiten zählt, die nur so besprochen werden können.

 

 

 

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schreiben

Samstag, den 28. März 2009

das, was man zu sagen hat, so schreiben, dass man es lesen kann,
dass man was zu lesen hat in den Zeiten, wo man nichts zu sagen hat.

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Merkzeichen

Freitag, den 27. März 2009

merkzeichen-kl.jpgManchmal um nicht zu vergessen

Merkzeichen ins Papier

Taschentuch knoten

sie halten nicht lange aber besser als gar nichts

sie wandern in den Wegwurf in die Auflösung

die allem Stoff widerfährt

so dass am Ende nichts weiter verbleibt als

schwache Erinnerung an den Knoten

den der große Alexander mit einem einzigen Schwertstreich

durchhieb.

Pensum

Donnerstag, den 26. März 2009

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Pensum vergessen was Pensum woher kommt

glatt vergessen

Bedeutung und Inhalt

Denkaufgabe vielleicht

pensamiento italienisch pensare

herabhängende Angelegenheit

einem Pendel vergleichbar

aus voller Stunde ins Leere schlagend

aus Schwerem in Leichtes

Pensum – wo mag es abgeblieben sein

ob es noch denkt ausschlägt oder

wie ein Pferd wiehert?

das Gesicht

Mittwoch, den 25. März 2009

ähnelt einer Sonne

gleicht einem Löwengesicht

was für Lippen was für Augen

im Gesicht?

Zunge versteckt hinter Zähnen

Stirne angebracht über der Nasenwurzel

Kinn überm Hals hervor

springend ragend

Sitz der Kinnlade
Oberkiefersitz wie im Führerhaus eines Truckers
Nasenlöcher sichtbar von unten
nicht sichtbar die Luft
Atem ein und aus
der Kehle dem Mund Wind
Worte in Laute
gehüllt gekleidet
in beinah alles
wie nichts.

 

 

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poetische Fundsache aus dem Frühjahr 1959

Dienstag, den 24. März 2009

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