Monatsarchiv für Januar 2009

Lebensfrage

Samstag, den 24. Januar 2009

so viele vor uns haben es geschafft, zu sterben -
warum sollten ausgerechnet wir daran scheitern?

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Annäherung ans Tierwesen

Freitag, den 23. Januar 2009

erstaunliche Annäherungen ans Tierwesen und Tierreich wahrnehmen im Natur beobachtenden Film.Sind das ethnologische Forschungen in erweiterten Fortsetzungen?


Tiere erscheinen – und in unterschiedlichster Art spiegeln oder kontrastieren sie menschliches Verhalten. Sie führen diese ihnen zugemutete Aufgabe mit großer Leichtigkeit und Unbefangenheit durch, manchmal beinahe fröhlich. Dabei sind es vielleicht gerade die vom Aussterben bedrohten Arten, welche die mutwilligsten und frechsten Varianten von Korrespondenz oder Ergänzung zeigen. Sie machen zusätzlich deutlich, was der Welt des Lebens, an der alles partizipiert, sogar der Gedanke, den Sie gerade weggeknipst haben, gerade abhanden kommt. Das alles könnte nicht bloß so, wie der Gedanke, sondern unwiderruflich verloren gehen.

Welt des Lebens, daran hat jede menschliche Lebenswelt teil, nicht nur in der Beobachtung, sondern auch darin, dass in Menschheit gebündelt vorliegt, was in der tierischen Existenz entwickelt und ausgefaltet erscheint. Hier finden dann biologische Lehren, die Annahme durchgängig regelnder Instinkte ebenso eine Widerlegung wie die Vermutungen, alles Verhalten baue auf Lernen, Erfahrung oder womöglich Erfolg auf.

Manchmal – mehr und mehr – kommt der Blick des Objektivs dem Wesen, das da aufgenommen wird, beängstigend nahe. Der Betrachter des Films muss sich erst daran gewöhnen, dass diese Annäherung nicht gleichbedeutend ist mit Eingriff, Störung, Intervention. So kann es zu einer freundlichen Umstimmung kommen, zu einer Neubewertung und Nutzung der eingetretenen Näheverhältnisse.

Der zugewandte Beobachter baut in diesem Nahbereich eine Beziehung auf, die im Imaginären, in der animistisch induzierten, tragenden und wagenden Vorstellung Züge eines Austauschs annimmt. Die beobachteten Tierwesen agieren jetzt speziell für ihn, speziell für uns humane Beobachter. Sie lassen durch die Schleuse des Kameraauges hindurch Seiten und Eigenheiten von sich sehen, die in den empfänglichen Sinn des Betrachters übergehen. Da passiert was. Was? Vielleicht so, dass Aufnehmen und Wahrnehmen nicht dem üblichen Erfassen oder Begreifen entsprechen. Sie begleiten anscheinend eher ein Aufgeben eingefleischter Vorannahmen, ein Aufgehen latenter Qualitäten, Anlagen oder Eigenschaften. Die sind vom Menschen, von uns, dem Publikum her auf die Leinwand, vor den Bildschirm gebracht worden. Wir erleben im Tierfilm deren Animation.

Ob es sich um eine einmalige, um eine vorübergehende und dann vielleicht sporadisch wiederkehrende  Belebung innerer Anteile handelt, das ist nie ausgemacht. Die Auswirkungen jedenfalls sind auf einer Ebene von Wirklichkeit angesiedelt, die den beobachteten Tierwesen vielleicht näher kommt als uns selbst, oder ihnen in dem Umfang nahe kommt, wie wir sie an uns heranlassen. In diesem wechselseitigen Zugehen, das den alten Fluchtreflex und Jägerinstinkt zurückdrängt oder sogar außer Kraft setzt, kommt eine Interaktion zur Geltung, die mit Hoffnung auf ein herrschaftsfreies Koexistieren der unterschiedlichsten Tier- und Menschenarten erfüllt. Ein Zugehen, das dieses Mal und ausnahmsweise vielleicht keinen Zugriff darstellt, zumindest der Bemächtigungsgeste entbehrt.

alternativ

Freitag, den 23. Januar 2009

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wird man hier einmal Tisch
tennis spielen oder Ping
Pong?

Ja,
wird man!

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bizarre Ähnlichkeiten, erinnert …

Freitag, den 23. Januar 2009

Astronauten die in ihren Panzern wie
unförmige Säuglinge aussahen 
                        &

 Friedhofsurnen voll Asche
die
an Meisterschaftspokale gemahnen

lagernde Holzidole

Donnerstag, den 22. Januar 2009

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abgelagerte Idole in einem norddeutschen Mittelgebirge:
Krokodile, stilisierte Drachen oder womöglich
hölzerne Nachklänge und Bruchstücke
von Leviathan?*

*)mehr zu Leviathan unter der Seite “Spiele in Leviathan”

Staustufenbecken

Mittwoch, den 21. Januar 2009

 

darin versunkenesimg_5039.jpg Schloss außer innen vereist und

vollkommen leer

heimliche Augenzeugen

Mittwoch, den 21. Januar 2009

 

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Alle Geschichten, die einem passieren, werden von Bildern begleitet.

Das sind die heimlichen Augenzeugen.

Sie brauchen nur sichtbar gemacht zu werden, dann fangen sie alle an, Geschichten zu erzählen, auch ungeschehene. img_5036.jpg

slightly handicapped

Mittwoch, den 21. Januar 2009

                       handy kept by my hands               img_1255.jpgimg_1254.jpg

Beobachtung Nirgendwo

Mittwoch, den 21. Januar 2009

img_1242.jpgheraufziehende Wetterfronten beeinflussen Redakteure und Klima
Leser und Zuschauer

bringen Zuglüfte bilden Wolkentürme am Himmel und Sturm
hosen unter der Erde;

starrsinnig feuern Vulkane ihre schwefelhaltigen Fein
staubwolken weiter in den Äther empor
machen auch am Rande von Ewigkeiten nicht halt – falls es die gibt;

alles strömt wie einst schon hellere Köpfe bemerkten
außerdem platzt es und explodiert an Orten, die zuvor                                                        Nirgendwo

sind.

im Fenster

Dienstag, den 20. Januar 2009

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im Fenster
von der Veranda
durch Jalousien ein Blick

zu lesen wie eine Abhandlung über Ferne, ausgestorbene Faunen und exotische Bäume

sieht sich gut an

aber wie still und erschreckend
unhörbar