Monatsarchiv für November 2008

Empfehlung für lange Läufe

Mittwoch, den 26. November 2008

wenn ich lange laufen müsste, ich würde kurze und lange Schritte zulassen, wie sie gerade kommen und gehen und keine Kraft damit vergeuden, sie zu vereinheitlichen, sie disziplinieren zu wollen und in eine homogene Gangart oder in einen Stechschritt zu pressen.

ins Helle

Dienstag, den 25. November 2008

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ohne Bretter unter den Füßen
ohne Balken auf dem Rücken
mit nichts im Gesicht
aber schnurstracks & strammen Schritts
nichts wie ins Helle
die Quelle
den Fluchtpunkt anzielen

Streuner und Rüpel

Montag, den 24. November 2008

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was stiert ihr denn so?

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bin ich etwa ein Schaf?

allfälliges Problem

Sonntag, den 23. November 2008

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die Frage ist

wenn man ein Rätsel aufgetan hat

wie macht man es dann wieder zu?

es befestigt sich

in einem mit aufgesperrtem Maul und

kommt nicht mehr los

von allein

ich sage ja

Sonntag, den 23. November 2008

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ich sage ja ich hab’s gewusst
schon immer

denn nicht im Unsichtbaren

das ist keine Kunst

nein im Sichtbaren

verstecken

d a s  ist es!

Pracht & Blüte

Samstag, den 22. November 2008

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das musste ja kommen …
jetzt aber schnell ehe alles
wieder vorbei ist -
Pracht getaut und Blüte gefallen

Fünfbeiner spricht *

Samstag, den 22. November 2008

guter Grund warum eine Reise einer Rose vorzuziehen sei:
eine Rose ist eine Rose ist eine Rose
eine Reise dagegen
ist jedes Mal
anders

*  zum 20. November 08

im Schnitt

Freitag, den 21. November 2008

img_1004.jpgseitdem wir nur noch mit Cuttern
schneiden sind die Scheren
stumpf geworden -
im Schnitt

fünfbeinig unterwegs

Donnerstag, den 20. November 2008

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Riese oder Risse?
Rose wäre mir am liebsten

fest gehalten und gelöst

Mittwoch, den 19. November 2008

Die Rückkehr zur Frage, was unter einem Rätsel zu verstehen sei, findet seit der ersten Konfrontation periodisch statt. Als wollte oder sollte man sich von Zeit zu Zeit der Undurchschaubarkeit aller gegebenen Weltstrukturen vergewissern. Oder als sollte am Stolperstein ein Befund gemacht, eine Einsicht gewonnen werden über das Befremden, das sogar – oder gerade – der eigene Gang, dieses Setzen von Fuß und Fuß immer wieder auslöst, insbesondere im Augenblick einer unvermuteten Hemmung oder Bewegungsstörung.

Die Befragung durch Rätselwesen, wie die Sphinx, aber auch das eigene Befragen und Untersuchen von Rätseln unterschiedlichster Größenordnung und unterschiedlichsten Umfangs, vom minimalen Rätsel bis zum universalen, gewinnt stets von neuem einen initiatorischen Aspekt.

Da fängt eine neue Spur an, ein eben noch aktueller Lebensabschnitt schließt sich hinter einem. Nun ist man wie festgehalten zwischen Angel und Tür und in den Ritzen der laufenden Mauern winselt,  knarrt und pfeift der Wind, der einen von vorne anbläst, ein wirscher, nein ein unwirscher Zug. Aber nun, auf einmal, kann man frisch loslaufen.