Monatsarchiv für April 2008

Alanga

Mittwoch, den 23. April 2008

Im starken Wind, ehe der Regenguss einsetzt, das Dorf Alanga erreicht. In den keramischen Mauern, die um die winzigen Höfe herumlaufen, sind Kunststücke eingegraben. Die offensichtlichen Gärten, Straßen und Stoppeläcker dort existieren nicht wirklich, sondern sind eingegraben. Ebenso Türen und Fenster, ebenso die unterschiedlichen Hölzer, Balken und Bäume aus Holz. Treppenaufgänge, vielleicht sogar aus Stein, flankieren. Alles Eingrabung, im großen Ofen gebrannt. Jetzt! – wo ich mich recht erinnere, sind auch die entlanglaufenden Mauern eingegraben gewesen. Jäh einsetzender Donner und Wolkenbruch. Wasser schießt in Fontänen durchs Mauerwerk. In einen leeren Bilderrahmen geklammert kommt man zurück, schiffbrüchig, aber gerettet. 

Strong winds, coming ahead of the rain. We reach Alanga the place. Walls in ceramics running along many small yards. Pieces of art in long runnig walls.
All visible gardens, streets und wheatfields do not exist. They are graved.
Doors and windows, even expanding high trees and
dragonbirds singing high up completely digged in. Wooden staircases leaning engraved, burned and prepared in big stoves.
Now, remembering it, even the walls were engraved and also the yards within them.
And than striking thunder and rainstorm.
Water breaks through in fountains through murals and bricks.
Clinched in a picture frame, shipwrecked but safe, right now I found back.

tin-tin voices

Dienstag, den 22. April 2008

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tin-tin voices &
tac-tac hours surround
& fill poor hearted people

in between

Montag, den 21. April 2008

between myself and my brains
turtles move swiftly their shells
and bugs rise their wings
serpents not to forget

colibri rainbows discover new colors
and pass it away
as swift or as slow as
any immortal

verzettelt

Sonntag, den 20. April 2008

seitdem A. zu notieren aufgehört hat, liegen sie verzettelt um ihn herum, seine Welt, seine Wirklichkeit, seine Wohnung.
Disparat und unaufgeräumt hängen sie da oder dort und warten wie eingeflogene Gäste auf irgendeinen Bescheid.

in silence

Samstag, den 19. April 2008

Anteile agieren Qualitäten
Petersilie hilft Knoblauch auf die Beine -

do hold names for arguments
and words for plucked up in the wind
(ask the fishes and they will declare it to you)
in silence

verspätete Einsicht

Freitag, den 18. April 2008

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Das Schlimme beim Stürzen: nie zu wissen, wo man landet.

A bad thing in crashing: never to know where and how to wake up.

3 attempts to construct infinity

Donnerstag, den 17. April 2008

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Nächstenliebe nebst Warnung

Donnerstag, den 17. April 2008

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Was dir nahe geht, was dir nahe kommt – du wirst es lieben.

Also geh -

und komm bloß nicht zu nahe!

bleiben, lassen …

Mittwoch, den 16. April 2008

img_0388.jpgAlles kann man nicht

besser man lässt es

bleiben

so bleibt es das einzige

vielleicht

was man nicht kann.

Schock

Mittwoch, den 16. April 2008

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Schmerz, Enttäuschung, Verlust, Erniedrigung versetzen in Zorn.

Aber am zornigsten vielleicht macht der Schreck, der einen aus dem Schlaf,

aus der Ruhe, aus dem Nichtsein auffahren macht:

der Todesschreck und der Schock der Geburt,

aus denen Leben und Zorn aufsteigen wie Feuer und Rauch.