Tagesarchiv für den 15. Oktober 2007

Bahnsteig im Flugbhf. KS

Montag, den 15. Oktober 2007

dias0019_kl.jpg

dias0018_kl.jpgdias0017_kl.jpgSchnappschüsse aus  einem bruchteilig     durchflitzenden       Projektil    

im Auge, im Zyklon

Montag, den 15. Oktober 2007

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im Zyklus

Montag, den 15. Oktober 2007

 

Zyklus bedeutet Wiederholung, Wiederkehr bestimmter Motive, Muster, Ereignisse.

Kann allmonatlich, alljährlich oder innerhalb noch größerer Zeiträume erfolgen.

Zeiträume, die außerhalb menschlicher Zeitrechnung/Zeitmessung liegen.

Es gibt azyklisch erscheinende Phänomene, deren zyklische Struktur sich der Beobachtung entzieht, weil sie durch die Eigenbewegung, in der sich die Beobachter befinden, verzerrt erscheint. Die Kreisbewegung wird als ausgebauchter und eingebuchteter Kringel wahrgenommen, oder als Oval, als eine Art Schlangen- oder Kurvenbewegung.

 

Es gibt weite Zyklen, vor allem im außerirdischen Raum, periodisch wiederkehrende Konstellationen mit einem so weiten Horizont, dass menschliches Bewusstsein darin versinkt und verschwindet.

 

Im Gegenpol gibt es sehr enge Zyklen, die sich wiederholen wie das Rucken des Sekundenzeigers oder wie der Ablauf der Zahlen auf einem digitalen Zählwerk, das große Durchlaufgeschwindigkeiten misst. Das sind dann Frequenzen, die sich so dicht und fugenlos an einander drängen, dass dem Augenschein nach kein Abstand zwischen ihnen existiert. Sie bilden eine Art kompaktes Kontinuum. Die Materie ist solch ein Kontinuum und besteht doch aus einer ungeheueren Anzahl pochender und pulsierender Elementarteilchen.

 

Wenn eine Wiederkehr die nächste gleichsam naht- und fugenlos ablöst, verfällt man leicht der Täuschung, etwas in sich Ruhendes und mit sich Identisches vor sich zu haben. Ein Stein, widersinnigerweise auch der gestirnte Himmel geben leicht Anlass zu solchen Annahmen von Identität und Ewigkeit.

 

Zyklen, Perioden, Kreisläufe, Umläufe greifen ineinander. So wird ein Stein und so wird auch der Himmel, vielleicht sogar das gesamte Universum auf Kreisläufen mitgeführt, die nicht ohne Auswirkung bleiben auf die „Selbstwiederholung“, der jedes Ding, vom Elementarteilchen bis zum Makrokosmos ausgesetzt ist.

 

Es ist unmöglich, all die Kreise und Kurven, Ovalen und Bögen zu entflechten, die Bewegungen und Flugbahnen entwirren zu wollen, die ein und dasselbe Ding oder Wesen, das dem äußeren Anschein nach still und ständig erscheint, durch Räume und Zeiten schleudern.

Vieles davon geht an uns, die wir zugleich Beteiligte und Beobachter sind, vorbei, vieles davon geht rasant und rapide durch uns hindurch, ohne dass wir in der Kürze der uns zur Verfügung stehenden Zeit ein Gefühl oder einen Sinn dafür entwickeln können.

Wir können nicht einmal sagen, ob diese Durchschüsse und Flugbahnen uns löchern und sieben, Zuständen von Leere und Zerstörung zuführen, oder ob sie uns anfüllen und das geheime und zugleich kosmische Leben eines in uns sprudelnden Geistes ausmachen.