Tagesarchiv für den 12. Oktober 2007

in Erinnerung

Freitag, den 12. Oktober 2007

an&nach David Vogel umgekommen 1944

die Städten der Kindheit schon längst

schon verlassen vergessen

und selber einer in einer

von ihnen

wo in einer Regenpfütze immer

noch tanzt fürs Auge & tanzend

ergraut zwischen den

Schläfen seit langem schon

tot

wie schnell galoppiert es sich aus den

Kindertagen davon auf Schaukelpferden und

Kreiseln in einen weißen Palast ganz aus Schnee

Frost oder Glas

Hier schaut man sich um und Wasserberge

rundum speiende Walfische Wasserpflanzen

Wunderbäume im Bauch.

Den Anfang der Straße sieht man nicht mehr wo der

Streifen beginnt von wo man sich aufgemacht

auf den Weg gemacht hat quer durch Wasser und Luft

hat sich aus den Augen verloren.

Die Schlange der Tage und Nächte, ein gewaltiger Stau,

steht still und bewegt sich aus einem Nichts in das Andere,

aber ganz ohne

MICH

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ano nym

Freitag, den 12. Oktober 2007

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Es spricht sich zweiteilig: erst ano, mit einem langen A,

dann nym, mit einem langen Ypsilon.

Kein Name, an dem Ruhm oder Rost haften kann,

keine namhafte,

aber eine geduldige und geräumige Sache.

Solitär und gesellig zugleich.

Ein demokratischer Ort, ein menschenfreundliches Land,

in dem es gemischt und heiter zugeht:

Witze, Sprüche, Rätsel, Lieder …

Aus ungenannten Köpfen, Mündern, Herzen gehen sie hervor,

nehmen zu, breiten sich aus und gehen

unerklärlich davon, wie sie kommen,

verschwiegen und ohne große Nebengeräusche:

kein Flügelrauschen, keine rauschenden Auftritte, kein Beifallsgetöse.

Eine bekömmliche Welt.